Social Media

Wie erstelle ich einen einfachen Social-Media-Plan für meinen ersten, gewählten Kanal?

Wie erstelle ich einen einfachen Social-Media-Plan für meinen ersten, gewählten Kanal?
Ein einfacher Social-Media-Plan ist der schnellste Weg zu sichtbaren Ergebnissen. Klarheit über Ziele, Zielgruppe und KPI ist entscheidend. Wählen Sie den passenden Kanal mit Blick auf Reichweite und Conversions. Definieren Sie Inhalte, Rhythmen und Formate. Planen Sie mit einem 90-Tage-Kalender und schärfen Sie Ihre Hook- und Content-Formel. Messen Sie monatlich: Reichweite, Engagement, Klicks, Leads und Umsatz. Nutzen Sie Werbung ergänzend und skalieren Sie bewährte Formate. Bauen Sie eine Community und einen redaktionellen Takt auf. Halten Sie Risiken und Recht inkl. Impressum und Datenschutz ein. Optional unterstützt eine Social Media Agentur beim Setup und bei Skalierung.

Wie erstelle ich einen einfachen Social-Media-Plan für meinen ersten, gewählten Kanal?

„Planung ist das halbe Ergebnis – in Social gilt das doppelt, weil Tempo und Daten den Unterschied machen.“
— Praxisprinzip (vereinfachte Zusammenfassung)

Eine Social Media Agentur kann das Setup beschleunigen. Doch ohne Plan wird Geld verbrannt. Der folgende Leitfaden führt Sie in 90 Tagen von Null zu einem laufenden, messbaren Kanal.

Schritt 1: Klarheit über Ziele und Zielgruppen schaffen

Definieren Sie Ziele messbar und priorisieren Sie die Zielgruppe. Wählen Sie realistische KPI und einen konkreten Nutzen für die Zielgruppe.
  • ZieleSMART formulieren (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert).
  • 1. Markenbekanntheit steigern (z. B. +30 % Reichweite in 90 Tagen).

    2. Mehr Website-Traffic (z. B. +20 % Klicks).

    3. Mehr Leads/Kontakte (z. B. +25 qualifizierte Anfragen).

    4. Umsatzsteigerung (z. B. +15 % direkt zurechenbare Bestellungen).

  • Zielgruppen-Segmente bestimmen:
  • 1. Demografie (Alter, Standort, Beruf).

    2. Psychografie (Interessen, Werte, Pain Points).

    3. Verhalten (Gerät, aktive Zeiten, Content-Präferenzen).

  • Nutzenversprechen klären:
  • 1. Wie hilft Ihr Content dem Nutzer konkret?

    2. Welches Problem lösen Sie (Problem-Solution-Fit)?

    3. Welchen Unterschied machen Sie gegenüber Alternativen?

  • Hypothesen bilden (Who-What-Why):
  • 1. Wer? Neue Kundensegmente oder Bestandskunden.

    2. Was? Themen und Formate, die relevante Werte liefern.

    3. Warum? Warum schauen, kommentieren, kaufen sie?

  • Messaging anpassen:
  • 1. Headlines kurz und präzise (max. 10–12 Wörter).

    2. Call-to-Action klar (z. B. „Jetzt Termin buchen“).

    3. Tonalität markenkonform, aber nahbar.

  • Persona-Matrix nutzen:
  • 1. Persona 1: „Early Adopter“ – tech-affin, kurze Posts, klare CTA.

    2. Persona 2: „Entscheider“ – sachlich, Fakten, Cases/Proofs.

    3. Persona 3: „Fachkraft“ – tiefer Content, how-tos, PDFs.

  • Zielgruppen-Recherche:
  • 1. Social Listening (z. B. mit kostenlosen Tools der Plattformen).

    2. Umfragen an Bestandskunden.

    3. Kommentaranalyse der Wettbewerber.

Schritt 2: Kanalwahl mit ROI und Conversion im Fokus

Wählen Sie den Kanal, wo Ihre Zielgruppe Zeit verbringt und Conversion einfach ist. Nutzen Sie kurze, datenbasierte A/B-Tests mit Budget, um schnell zu validieren.
  • Auswahlkriterien:
  • 1. Zielgruppenpräsenz (z. B. B2B auf LinkedIn, B2C auf Instagram/TikTok).

    2. Content-Fit (Video vs. Bild/Text).

    3. Conversion-Ease (Links, Shop, Kontaktformulare).

    4. Content-Budget (Herstellungs- und Distributionskosten).

    5. Rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Impressumspflicht, Werbungskennzeichnung).

  • Reichweite und Zeitverteilung (2024–2025, gerundet):
  • 1. YouTube: Nutzung 87 % der deutschen Onliner (Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2024).

    2. Instagram: durchschnittliche tägliche Nutzung 62 Minuten (Quelle: DataReportal 2024).

    3. Facebook: 42 Minuten/d; LinkedIn: 29 Minuten/d; TikTok: 95 Minuten/d (Quelle: DataReportal 2024).

    4. WhatsApp als „First-Stop“: 84 % der Onliner (Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2024).

    5. X (Twitter) global: 32 Minuten/d; WhatsApp global: 29 Minuten/d (Quelle: DataReportal 2024).

  • Kostenkalkulation (Indikativ):
  • 1. Eigene Produktion: Zeit + Tools = 3–8 €/Post (Inhalte, Planung).

    2. Agentur-Uplift: Skalierung + kreative Tiefe = oft +20–40 % auf Qualität.

    3. Werbekosten: CPC/CPM plattformspezifisch; starten Sie mit 300–500 € Testbudget.

  • Teststrategie:
  • 1. 7-Tage-Testrunde (3–5 Varianten).

    2. Zielmetrik: Hook-Rate (3-Sekunden-Retention).

    3. Entscheidung nach ≥500 Impressions pro Variante.

  • Vergleichstabelle: Plattformen in Kürze
  • 1. YouTube: ideal für tiefe Inhalte, Conversion nach 3–5 Minuten.

    2. Instagram: stark für visuelle Stories/Reels, schneller Entscheidungsimpuls.

    3. LinkedIn: B2B, Thought Leadership, Lead-Generierung.

    4. TikTok: Reichweite bei Jüngeren, virales Potenzial, schnelle Tests.

    5. Facebook: Community-Aufbau, lokale Gruppen, Retargeting.

    6. WhatsApp: Direktkontakt, Kundenservice, Vertriebsnähe.

  • Plattform-Suitability-Checkliste:
  • 1. Zielgruppe vorhanden?

    2. Content-Mix realistisch?

    3. Kommerzielle Ziele möglich?

    4. Rechtliche Umsetzung einfach?

    5. Messbar mit vorhandenen Tools?

Beispiel: Für einen Handwerksbetrieb mit lokaler Ausrichtung ist ein Facebook/Instagram-Mix mit WhatsApp-Gruppen oft wirksam. Für einen SaaS-Anbieter ist LinkedIn plus YouTube die effizienteste Kombination.

Schritt 3: Ziel-KPI definieren und Zielwerte festlegen

Setzen Sie realistische Benchmarks je Plattform und messen Sie in 7er- und 28er-Zyklen. Tracken Sie Leads, Abschlüsse und Umsatz direkt – nicht nur Vanity-KPIs.
  • Kern-KPI (plattformübergreifend):
  • 1. Reichweite (Unique Accounts).

    2. Impressionen (Views).

    3. Engagement-Rate (Likes + Kommentare + Shares / Reichweite).

    4. Hook-Rate (3-Sekunden-Retention bei Video).

    5. Klicks (CTR).

    6. Leads/Kontakte (z. B. Newsletter, Demo-Termine).

    7. Verkäufe/Abschlüsse (Bestellungen, Buchungen).

    8. Customer Acquisition Cost (CAC) – berechnet je Kanal.

  • Benchmarks (Richtwerte, indikativ):
  • 1. Instagram: Engagement-Rate ca. 0,5–1,5 % (Markenaccounts; Quelle: DataReportal 2024).

    2. TikTok: Engagement oft 4–6 % (Creator/Brand; Quelle: DataReportal 2024).

    3. YouTube: View-Duration Ziel >30–40 % bei <2-Min-Videos (Plattform-Logik).

    4. LinkedIn: Click-Through-Rate (CTR) 0,5–1,5 % organisch (Praxiswerte).

  • Mess-Toolstack:
  • 1. Native Insights (Instagram/TikTok/YouTube).

    2. Meta Business Suite (Facebook/Instagram).

    3. LinkedIn Analytics.

    4. Google Analytics (GA4) für Website-Ziele.

    5. UTM-Parameter für saubere Attribution.

  • Reporting-Rhythmus:
  • 1. Wöchentlich: Hook-Rate, Content-Output, Top/Flop.

    2. Monatlich: KPI-Trends, CAC, Content-Erfolgsquote.

    3. Quartal: Strategieanpassung, Budget-Shift.

  • KPI-Zielwerte (Beispiel 90 Tage):
  • 1. +25 % Reichweite.

    2. +20 % Klicks zur Website.

    3. +30 % Engagement-Rate (qualitativ, nicht erzwungen).

    4. +40 % Top-Content-Anteil (definiert: ≥1,5× Durchschnitts-Engagement).

  • Attribution und UTM:
  • 1. utm_source=instagram|linkedin|youtube|tiktok.

    2. utm_medium=social|paid|organic.

    3. utm_campaign=launch_q1|brand_awareness.

    4. utm_content=reel_hook_testA|video_caseX.

  • KPI-Probleme vermeiden:
  • 1. Vanity-KPIs reduzieren (z. B. Likes ohne Kaufabsicht).

    2. Engagement-Shops meiden (Fake-Engagement schadet).

    3. Quality Gates definieren (z. B. Kommentare mit ≥10 Wörtern).

Schritt 4: Content-Strategie – Formate, Botschaften, Hooks

Konzentrieren Sie sich auf 1–2 Kernformate und starke Hooks. Jedes Posting braucht klare Nutzerversprechen und einfach messbare CTA.
  • Content-Pfeiler definieren (4–6):
  • 1. How-to/Guides (Nutzen direkt).

    2. Produkt/Demo (Proof of Value).

    3. Behind-the-Scenes (Nähe, Markenpersönlichkeit).

    4. Community/UGC (soziale Bestätigung).

    5. Thought Leadership (Expertise, Positionierung).

    6. Angebote/Events (Conversion-nahe Inhalte).

  • Hook-Formeln (praktisch, knapp):
  • 1. Problem → Lösung (z. B. „3 Minuten, 20 % mehr Leads“).

    2. Number → Benefit (z. B. „5 Schritte zur Lead-Explosion“).

    3. Contrarian → Rethink (z. B. „Mehr Reichweite? Weniger, dafür klarer“).

    4. Before → After (z. B. „Vorher Chaos, nachher Plan“).

    5. Question → Insight (z. B. „Warum 90 % scheitern – und wie Sie dazugehören“).

  • CTA-Varianten:
  • 1. „Jetzt Demo-Termin sichern“.

    2. „Kostenlosen Leitfaden downloaden“.

    3. „Kommentieren Sie mit #Frage für die Antwort im Video“.

    4. „Sichern Sie sich 10 % im November – Link im Profil“.

  • Post-Formate je Plattform:
  • 1. Instagram: Carousel (5–8 Slides), Reels (15–45 Sek.), Story (mit Poll/Quiz).

    2. TikTok: Short Video (7–20 Sek.), Trends nutzen, untertitelte Hooks.

    3. YouTube: Shorts (≤60 Sek.) für Reichweite, Longform (3–6 Min.) für Vertrauen.

    4. LinkedIn: Textpost mit Stichpunkten + Bild/Video; Fallstudien.

    5. Facebook: Mix aus Gruppenpost, Live, Angebotspost.

  • Format-Mix für 1 Woche:
  • 1. Tag 1: Reel/Short (Hook + 1 Nutzen).

    2. Tag 3: Carousel/Textpost (Tipps + CTA).

    3. Tag 5: Video-Case/Behind-the-Scenes (Sozialer Beweis).

    4. Tag 7: Live/Q&A oder Umfrage (Interaktion).

  • Content-Prozess (einfach):
  • 1. Ideen-Liste (20–30 Themen).

    2. Skript/Storyboard (Hook–Body–CTA).

    3. Produktion (Mobil-Cam + Licht + Ton).

    4. Schnitt/Thumbnail.

    5. Upload + Metadaten + Hashtags.

    6. Aktivierung (Teilen, DM, Kommentare beantworten).

  • Hashtag-Strategie:
  • 1. Nischen-Hashtags (5–8).

    2. Brand-Hashtag (1–2).

    3. Saison/Event-Hashtags (2–3).

    4. Keine generischen „#love“ oder „#happy“.

  • Redaktionsprinzipien:
  • 1. Klarer Mehrwert.

    2. Kurze Sätze, wenig Fachjargon.

    3. Konkrete Zahlen (wenn möglich).

    4. Konsistente Tonalität.

  • Praxisbeispiel (Carousel, 7 Slides):
  • 1. Titel: „90 Tage Social-Plan: 5 Fehler, die Reichweite killen“.

    2. Slide 1: „Fehler 1 – ohne Ziel“.

    3. Slide 2: „Fehler 2 – ohne Hook“.

    4. Slide 3: „Fehler 3 – ohne Messung“.

    5. Slide 4: „Fehler 4 – ohne Konsistenz“.

    6. Slide 5: „Fehler 5 – ohne CTA“.

    7. CTA: „Testen Sie unseren Plan – Link im Profil“.

Schritt 5: Redaktionskalender und Produktionsplan (90 Tage)

Starten Sie mit 90 Tagen und einem klaren Takt. Automatisieren Sie wiederkehrende Aufgaben – und halten Sie Puffer.
  • Wochenrhythmus:
  • 1. 3–5 Posts/Woche (je nach Kanal).

    2. 1 Live/Monat (Interaktion, Vertrauen).

    3. 1 Case/Monat (sozialer Beweis).

  • Redaktionskalender-Vorlage (wöchentlich):
  • 1. Montag: Motivationspost (Hook + Tipp).

    2. Mittwoch: How-to/Case.

    3. Freitag: Community/UGC.

    4. Sonntag: Rückblick/Zahlen/Plan.

  • Produktionsplanung:
  • 1. Batch-Produktion (2–3 Stunden/Woche für 4–6 Posts).

    2. Template-Thumbnails (Konsistenz).

    3. B-Roll sammeln (Clips, Grafiken, Text-Snippets).

    4. Auto-Uploads mit Planungstools (native oder Tools wie Creator Studio).

  • Workflow-Toolchain:
  • 1. Ideenboard (Trello/Notion).

    2. Kalender (Google Sheets oder Planungstool).

    3. Produktion (CapCut/Canva).

    4. Freigabe (1 Stakeholder, 24h SLA).

    5. Upload + Tagging (Hashtags, UTM, SEO-Metadaten).

  • Qualitäts-Check pro Post:
  • 1. Hook in 1 Sekunde verständlich.

    2. Nutzen klar und belegt.

    3. CTA präzise und einzelschrittig.

    4. Thumbnails/Öffner optimiert.

  • Puffer einplanen:
  • 1. 20 % Puffer für Urlaub/Krankheit.

    2. Themenreserve (10 Post-Ideen vorrätig).

    3. „Evergreen“-Posts für Engpässe.

Schritt 6: Posting-Zeitpunkt, Frequenz und Hashtags

Senden Sie, wenn Ihre Zielgruppe konsumiert – nicht, wenn Sie Zeit haben. Frequenz richtet sich nach Plattformlogik, nicht nach Bauchgefühl.
  • Bestzeiten (Allgemeine Richtwerte; testen Sie lokal):
  • 1. Montag–Freitag: 11:00–13:00, 17:00–19:00.

    2. Wochenende: 10:00–12:00 (je nach Branche).

    3. LinkedIn: Dienstag–Donnerstag 8:00–10:00 (B2B).

  • Frequenz-Empfehlung:
  • 1. Instagram: 4–6 Posts/Woche + Stories.

    2. TikTok: 5–7 Posts/Woche.

    3. YouTube: 2–4 Shorts/Woche + 1 Longform/Woche.

    4. LinkedIn: 3–5 Posts/Woche.

  • Hashtag-Grundregeln:
  • 1. Kombination aus Nischen-, Brand- und Saison-Hashtags.

    2. 8–12 Hashtags bei Instagram/TikTok.

    3. Relevanz > Menge.

  • Praxis-Tipp:
  • 1. Testen Sie 2 Zeitslots je Woche über 4 Wochen.

    2. Messen Sie Hook-Rate und CTR je Slot.

    3. Verdichten Sie auf die besten 2 Slots.

Schritt 7: Engagement- und Community-Building

Reagieren Sie schnell, wertschätzend und lösungsorientiert. Community entsteht durch Beziehung, nicht nur Content.
  • Engagement-Regeln:
  • 1. Erstes Kommentar binnen 1–2 Stunden.

    2. Antworten within 24 Stunden.

    3. Fragen beantworten immer vollständig und freundlich.

  • Aktivierungsformate:
  • 1. Umfragen (Stories: „Ja/Nein“).

    2. Q&A (Live oder Post).

    3. Challenges (z. B. „7-Tage-Tipps“).

    4. Kommentar-Gewinne (z. B. „Beste Frage gewinnt“).

  • Community-Typen:
  • 1. Informationsorientiert (Wissen teilen).

    2. Support-orientiert (Lösungen anbieten).

    3. Fan-orientiert (Markenliebe, UGC).

  • Moderationsleitlinien:
  • 1. Respekt und Sachlichkeit.

    2. Bei Kritik: danke, erkenne an, biete Lösung an.

    3. Spam sofort entfernen, keine Diskussion.

  • Beziehungsaufbau:
  • 1. DMs sinnvoll nutzen (kurz, klar, wertvoll).

    2. Kollegen/Gäste einbeziehen (Duette, Colabs).

    3. Nutzer-Content teilen (mit Credit).

Schritt 8: Messen, Optimieren, Skalieren

Entscheiden Sie datenbasiert. Löschen Sie schwache Formate, verstärken Sie Gewinner. Skalieren Sie die besten 20 % Ihrer Inhalte mit Paid.
  • Messrahmen:
  • 1. Wöchentlich: Top/Flop-Analyse.

    2. Monatlich: KPI-Trend + Content-Qualität.

    3. Quartal: Strategie, Budget, KPI-Ziele anpassen.

  • Optimierungshebel:
  • 1. Hook anpassen (erste 3 Sek.).

    2. Thumbnail/Cover neu gestalten.

    3. CTA spezifischer machen.

    4. Länge/Format testen.

  • Paid-Uplift:
  • 1. Klein starten (100–300 € für Top-Content).

    2. Zielgruppe aus Engage-Pool (Engagement-Segmente).

    3. A/B testen: 2 Hooks, 2 Zielgruppen.

  • Entscheidungsmatrix:
  • 1. Gewinner: Skalieren (+Budget, +Frequenz).

    2. Mittelmaß: Iteration (Hook, CTA, Timing).

    3. Verlierer: Pause/Neu (Content-Hypothese hinterfragen).

  • Expertenmeinung (vereinfachte Darstellung):
  • 1. „Konsistenz schlägt Perfektion – lieber regelmäßig gute Inhalte als selten brillante.“

    2. „Daten ohne Handlung sind Wissen ohne Wirkung – optimieren Sie schnell nach ersten Signalen.“

  • KPI-Verknüpfung:
  • 1. Hook-Rate → Produktion (bessere Öffner).

    2. CTR → CTA (klarer, spezifischer).

    3. Leads → Landingpage (kürzer, direkter).

    4. CAC → Budget-Shift (von weak naar strong).

Schritt 9: Werbung – Budget, Zielgruppen, Creatives

Starten Sie klein, fokussiert auf Ihre besten organischen Creatives. Verwenden Sie Paid nur als Beschleuniger, nicht als Ausgleich für schwache Inhalte.
  • Kampagnenziele:
  • 1. Awareness (Reichweite, Video-Views).

    2. Traffic (Klicks, Landingpage-Besuche).

    3. Leads (Kontakt, Newsletter-Anmeldung).

    4. Sales (Käufe, Abschlüsse).

  • Zielgruppen (Cold → Warm → Hot):
  • 1. Lookalike (aus Bestandskunden/Engagers).

    2. Interessen-Cluster (narrow + präzise).

    3. Retargeting (Site/Social-Engagers).

  • Creatives optimieren:
  • 1. Strong Hook in den ersten 2–3 Sekunden.

    2. Text on Screen (Point 1, Point 2, CTA).

    3. Untertitel fast immer an (Audiodesens).

  • Budget-Tipp:
  • 1. Testbudget 300–800 €/Monat.

    2. Max. 2 Kampagnen parallel in Phase 1.

    3. Nach 28 Tagen bewerten, dann Skalieren oder Stoppen.

Schritt 10: Recht, Compliance und Sicherheit

Klare Kennzeichnung, Impressum und Datenschutz sind Pflicht. Sicherheit bewahren Sie durch Prozesse und rollenbasierte Rechte.
  • Rechtliche Checkliste:
  • 1. Impressum auf allen Profilen.

    2. Datenschutzerklärung (Tracking/Lead-Formulare).

    3. Werbung kennzeichnen (#anzeige oder „bezahlte Partnerschaft“).

    4. Marken- und Urheberrechte (Bilder, Musik, Fonts).

  • Prozesse:
  • 1. Freigabe-Policy (1–2 Prüfer).

    2. Rechtscheck für Gewinnspiele (AGB).

    3. Moderationsleitlinien (Was ist erlaubt/verboten).

  • Sicherheit:
  • 1. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

    2. Rollenrechte (Admin/Editor/Viewer).

    3. Backup-Plan (Profil-Export, Kontaktliste, Passwort-Tresor).

Schritt 11: Budget und Ressourcen realistisch planen

Budget ist nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Fokus. Setzen Sie klare Prioritäten, bevor Sie skalieren.
  • Budget-Positionen:
  • 1. Content-Produktion (Tools, Equipment).

    2. Werbeanzeigen (Test- und Skalierungsbudget).

    3. Externe Hilfe (Grafik, Video, Schnitt).

    4. Schulung (Workshops, Bücher, Kurse).

  • Kostenindikationen (monatlich, Kleinfirma):
  • 1. Tools/Software: 50–200 €.

    2. Werbetestbudget: 300–800 €.

    3. Freelancer/Grafik: 200–600 €.

    4. Agentur-Uplift: variabel, von 600 €/Monat aufwärts.

  • Zeitplanung (wöchentlich):
  • 1. Ideen & Kalender: 1 Stunde.

    2. Produktion: 2–3 Stunden.

    3. Upload & Interaktion: 1–2 Stunden.

    4. Analyse & Optimierung: 1 Stunde.

  • Spar-Tipps:
  • 1. Evergreen-Formate mehrfach nutzen (Reels → Shorts → LinkedIn Video).

    2. Batch-Produktion.

    3. Community-Content (UGC) als kostengünstige Ergänzung.

Schritt 12: Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Die meisten Fehler sind Planungsfehler – nicht Talentmangel. Konzentrieren Sie sich auf System, Prozess und klare Hypothesen.
  • Typische Fehler:
  • 1. Ohne Ziel planen – jeder Post wird belanglos.

    2. Schlechte Hooks – Nutzer scrollen weiter.

    3. Ohne Messung – keine Lernkurve.

    4. Zu viele Kanäle – Verwässerung der Kräfte.

    5. Inkonsistenz – unregelmäßiges Posting.

    6. Vanity-KPI – Likes statt Leads.

    7. Keine CTA – keine Handlung.

    8. Recht übersehen – Risiko und Reputationsschäden.

  • Gegenmaßnahmen:
  • 1. Ziele vor Inhalten.

    2. Hook-Iteration binnen 7 Tagen.

    3. KPI-Fokus auf Umsatz/Leads.

    4. 1 Kanal zuerst, dann erweitern.

    5. Frequenz fixieren (Kalender).

    6. Realistische Benchmarks und Attributionskette.

    7. CTA in jedem Post.

    8. Checkliste für Recht.

Praxis-Workflows und Checklisten

Workflows machen planbare Qualität möglich. Checklisten sichern Konsistenz bei jedem Schritt.
  • 7-Schritte-Workflow (pro Posting):
  • 1. Ziel definieren (1 Satz).

    2. Hook schreiben (3 Optionen).

    3. Nutzen formulieren (max. 3 Stichpunkte).

    4. CTA festlegen (1 Aktion).

    5. Asset produzieren (Video/Bild/Text).

    6. Upload mit Metadaten (UTM, Hashtags).

    7. Interaktion planen (Antworten, Shares).

  • Checkliste Pre-Upload:
  • 1. Hook klar?

    2. Nutzen belegt?

    3. CTA eindeutig?

    4. Thumb/Öffner stark?

    5. Hashtags relevant?

    6. Impressum sichtbar?

    7. Tracking aktiv (UTM)?

  • Checkliste Post-Upload:
  • 1. Erstes Kommentar innerhalb 1–2h.

    2. DM-Check bei relevanten Anfragen.

    3. Erste KPI (nach 24h) notieren.

    4. Hook/Bild bei underperformance anpassen.

Tools und Vorlagen, die Sie sofort nutzen können

Wenige, gute Tools sind genug. Konzentrieren Sie sich auf Wirkung, nicht auf Tool-Shoppen.
  • Content-Erstellung:
  • 1. CapCut/Canva – Video/Bild-Editing.

    2. Descript – schnelle Videoschnitt-Untertitel.

  • Planung & Organisation:
  • 1. Notion/Trello – Ideen & Kalender.

    2. Meta Business Suite – Planung Facebook/Instagram.

    3. YouTube Studio – Shorts/Video-Upload.

  • Analyse:
  • 1. Native Insights je Plattform.

    2. GA4 – UTM-Tracking & Konversionen.

    3. Google Sheets – KPI-Trends.

  • Vorlagen:
  • 1. Hook-Bibliothek (10 Hook-Formeln).

    2. CTA-Bibliothek (5 Standard-CTAs).

    3. 90-Tage-Kalender (Wochenrhythmus vordefiniert).

90-Tage-Plan: Was in jeder Phase passiert

Phasen strukturieren Erwartungen und Lernen. Jede Phase hat klare Outputs und Entscheidungen.
  • Phase 1 (Tage 1–30): Setup und Testing
  • 1. Ziel- und KPI-Definition finalisieren.

    2. 1 Kanal starten (Fokus).

    3. 20–30 Posts produzieren (3/Woche).

    4. 1 Case/Proof prüfen (Wettbewerb).

    5. Erste Paid-Tests (100–300 €).

    6. KPI-Baseline erfassen.

  • Phase 2 (Tage 31–60): Optimierung und Konsolidierung
  • 1. Hook-Iteration nach Daten.

    2. Format-Gewinner verdichten.

    3. CTA-Schärfung.

    4. Engagement-Prozess etablieren.

    5. Budget auf Gewinner-Shifts.

    6. Erste Leads/Cases messen.

  • Phase 3 (Tage 61–90): Skalierung und Vertiefung
  • 1. Gewinnerformate 2× wöchentlich.

    2. Paid-Skalierung (+Budget auf Top-Content).

    3. UGC/Community-Formate einführen.

    4. Erste Fallstudien dokumentieren.

    5. Strategie-Review und nächste 90 Tage planen.

FAQ: Häufige Fragen, schn

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